So geht Wachstum

Liebe Schweinehundefreunde,

was sind das mal wieder für Zeiten!

Seit Monaten geht es hier Schlag auf Schlag, ein Highlight jagt das nächste. Allein die letzten Wochen waren unglaublich intensiv:

  • Unsere ersten GEDANKENtanken-Franchisenehmer trainieren erfolgreich unser Führungskräftetraining, machen ihre Kunden glücklich und verdienen dabei gutes Geld! (Falls auch Sie Partner weden möchten, finden Sie HIER ein paar Infos.)
  • Unser Team ist um vier Mitarbeiter gewachsen: Willkommen Sandra Borgschulze, Cihan Kara, Katja Hesse-Kaiser und Maxim Mankevich! (Und weil ab Mai eine weitere neue Mitarbeiterin zu uns kommt, stelle ich alle am besten ein andermal en bloc vor.)
  • Ich bin mit meiner Frau zusammen in ein neues Büro umgezogen.
  • Im „alten Büro“ telefoniert nun unser Sales-Team und halten wir kleinere Seminare.
  • Die Kampagne „Wir machen dich fit!“ (gemeinsam mit Dr. Christine Theiss & Holger Stromberg) ist super angelaufen (genau in diesem Moment: 8.828 Teilnehmer, 42.465 Trainingseinheiten, 24.629.700 verbrannte Kalorien, 13.843 abgenommene Kilos) – im gesamten deutschsprachigen Raum.
  • Letzten Samstag haben wir mit 800 Teilnehmern eine fantastische 1. GEDANKENtanken-Glücksnacht gefeiert (siehe Beweisfoto mit Elmar Rassi).
  • Der GABAL-Verlag hat mir verraten, dass die Gesamtauflage aller Günter-Büchermittlerweile bei (weltweit) über 1 Million verkaufter Exemplare liegt.
  • Die Stefan-Frädrich-Homepage (www.stefan-fraedrich.de) ist mal wieder optischrunderneuert und erscheint nun als sehr schicker und zugleich übersichtlicher One-Pager.
  • Nach zwei Jahren Arbeit ist nun neben „GEDANKENtanken“ endlich auch „Rednernacht“ vom deutschen Patent- und Markenamt als Marke anerkannt worden.

Ich könnte noch einiges mehr erzählen, aber die Unmengen bürointerner Details erspare ich Ihnen lieber.

 

Alles geht hier oft so schnell, dass ich kaum dazu komme, Luft zu holen, geschweige denn, darüber zu berichten. Aber es macht Spaß! Die Dynamik dieser Zeit ist einfach nur – wow! Obwohl ich mich ansonsten nicht wirklich im Verdacht habe, ein undynamisches Leben zu führen: Nebenbei halte ich im Schnitt noch etwa drei Vorträge und/oder Seminare pro Woche …

Sprich: Wir (v.a. GEDANKENtanken) sind auf fettem Wachstumskurs. Und es zeichnet sich kein Ende ab. Eher habe ich den Eindruck, dass wir gerade erst begonnen haben, ein wenig zu testen, was gehen könnte. Der Vogel beginnt zwar schon abzuheben, doch so vieles ist noch zu tun, auszuprobieren, Prozesse zu installieren, weitere Ideen und Pläne stehen Schlange – wäre ich Investor (und würde GEDANKENtanken welche suchen), würde ich jetzt unbedingt einsteigen wollen!

Vier Prinzipien

Wir wachsen also. Aber warum eigentlich? Wie geht das genau? Hier ein paar Überlegungen zu vier Prinzipien, die mir sehr hilfreich erscheinen:

1.) Mach den Kuchen größer, nicht das Kuchenstück!

In den letzten zehn Jahren war ich ja vor allem darauf bedacht, „mein Ding“ zu machen – ohne (viel) Personal, im Wesentlichen auf „meine“ Arbeit bezogen (Günter & Co.), ohne viel Interferenz mit anderen. Auftrag? Gut! Kein Auftrag? Schlecht, weil ihn dann ein anderer kriegt.

Nun schaut es ganz anders aus: „Meine“ Arbeit liebe ich zwar immer noch, aber das Gesamtbild ist größer geworden – und es ist mir wichtiger als ich alleine. Ich setze um, was mir bei aller Fokussierung immer schon wichtig war: Das Vernetzen mit guten Leuten, die gute Ideen und Inhalte vermitteln. So will ich (Achtung, Marketingsprech!) einen größeren Kuchen backen, anstatt die Größe meiner Kuchenstücke zu erhöhen. GEDANKENtanken ist genau das: ein großer Kuchen, von dem alle essen dürfen und (hoffentlich sehr bald) auch satt werden können.

2.) Gute Ideen sind lebendig – sie wachsen aus sich selbst heraus

Was lebt, wächst. Was nicht mehr lebt, wächst nicht. Oder andersherum: Was wächst, lebt. Und was nicht wächst, ist tot. Als biologische Aussage ist das bekannt. Aber ich glaube, das gleiche Prinzip gilt auch für Ideen, insbesondere, wenn sie geschäftlich funktionieren sollen. Wie viele reanimieren verzweifelt alte Konzepte und tote Ideen? Oder bemerken nicht, dass Stillstand oft der leise Beginn vom Ende ist.

Ist eine (Geschäfts)idee hingegen lebendig, wächst sie aus sich selbst heraus: Sie generiert ständig neue Ideen, Kombinationsmöglichkeiten, Vernetzungen, zieht engagierte Menschen an und stiftet Sinn. Sie ist wie ein sich selbst multiplizierender Organismus, der kaum Energie zu brauchen scheint, um zu leben. Das Herz pumpt. Quasi von selbst.

Umkehrschluss: Schlechte Ideen erscheinen nur lebendig, wenn man ordentlich Strom (Geld, Energie) durchfließen lässt. Setzt man den Defibrillator hingegen wieder ab, pumpt gar nichts mehr. Das Herz ist tot. (Ob sich diese Analogie irgendwie in eine Formel bringen lässt?)

3.) Gute Leute ziehen gute Leute an

Ich werde immer wieder darauf angesprochen, wie unser Recruitingkonzept aussieht, und dass ich ein Händchen für gute Mitarbeiter hätte. Das freut mich sehr, denn es stimmt: JEDER in unserem Team ist SUPER und ich bin stolz und dankbar mit so tollen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen! Ich will auf KEINEN EINZIGEN verzichten müssen. Das gleiche gilt für mein/unser Netzwerk: Freundschaftliche Beziehungen und ergänzende Kompetenzen auf gutem Niveau. Stinkstiefel? Dummbratzen? Mittelmaß? Verboten! Keine Diskussion.

Im Kern ist der „Trick“ ganz einfach: Ich will nur gute Leute um mich herum haben! Am besten solche, die Kompetenzen in Bereichen haben, in denen ich mich nicht auskenne oder die mir nicht liegen. Es ist mir ein Fest, wenn mir jemand etwas erklären muss oder etwas besser macht als ich.

Und „gute Typen“ ziehen wiederum andere „gute Typen“ an: Nette Menschen finden andere nette, engagierte andere engagierte, pfiffige andere pfiffige – und so weiter. Außerdem ist mir Individualismus sehr wichtig: Stromlinienform? Finde ich langweilig. Lieber Brüche in der Bio, schräge Hobbies, ungewöhnliche Interessen – aber ein eigener Charakter. Übermäßig Angepasste hingegen haben es meist schwer, sich an Unangepasste anzupassen, weshalb sie bei uns einfach nicht reinpassen …

4.) Lass los – und lass es wachsen!

Und dann? Muss man gute Leute einfach ihr Ding machen lassen! Sie gewissermaßen spielen lassen. That’s it.

Kontrolle? Zahlen? Vorgaben? Klar, ab und zu müssen wir uns über Gesamtrahmen, Sinn und Richtung austauschen. Auch hier und da über ganz konkrete Ziele. Insgesamt geht es bei uns aber recht locker und vertrauensvoll zu. Und sehr eigenverantwortlich. Ich WEISS, dass jeder gibt, was er kann: Seine Perspektive, sein Wissen, seine Umsetzungskraft. Mehr will ich gar nicht.

Denn das ist viel besser, als in vielen anderen Firmen: Da geben Menschen oft nur, was sie dürfen. Und das wird aus Mangel an Vertrauen und Spielraum, aber dafür mit einem Korsett aus Regeln und stupiden To-Dos mit der Zeit immer weniger – gerade bei Top-Mitarbeitern, die ja aufgrund Ihres Könnens und Wollens Top-Mitarbeiter sind, und nicht, weil sie wegen jedem Pups beim Chef nachfragen müssen.

Mir gefällt das Bild von einem Baum sehr gut. Wo viele Firmen einen Chef an der Spitze haben, der seinen Untergebenen die genaue Richtung vorgibt, welche sie ihrerseits wieder der nächstunteren Ebene vorgeben, dreht die Metapher vom Baum diese Denke um: Wurzel und Stamm lassen die Äste wachsen, diese wiederum die Zweige, welche die Blätter und Früchte hervorbringen. Die Aufgabe von Wurzel und Stamm ist, Wachstum zu ermöglichen und geschehen zu lassen.

„Nicht du bringst die Dinge zum wachsen, sie wachsen von selbst“, ist hierzu eines meiner Mantren. Oder: „Nicht du wächst, es wächst. Steh dem nicht im Weg!“

Selbstcheck: Wie sieht es bei Ihnen aus?

Mal ehrlich: Wie sieht es eigentlich bei Ihnen aus? Falls das Thema Wachstum nicht wirklich Ihres ist, fragen Sie sich doch mal:

  • Sehen Sie lieber das große Ganze, oder beachten Sie eher Teilaspekte? Vorsicht bei Zweiterem: Man verzettelt sich zu leicht in der eigenen kleinen Perpektive! Los, Kopf raus an die frische Luft!
  • Laufen Ihre Projekte wie von selbst, oder müssen Sie sie ständig reanimieren? Falls Zweiteres zutrifft: Beachten Sie unbedingt die Opportunitätskosten! Was kostet es Sie, etwas zu tun, das Energie raubt und wenig bringt, im Vergleich zu einem Projekt oder einer Tätigkeit, die leicht von der Hand geht und mehr einbringt? Suchen Sie sich ein solches Projekt oder eine solche Tätigkeit! Am besten sofort!
  • Mit welchen Menschen umgeben Sie sich? Mit Energiespendern oder Energieräubern? Mit Ideenproduzenten oder Ideenvernichtern? Mit Kraftwerken oder schwarzen Löchern? Was das wohl für Sie bedeutet? (Ich weiß, Sie kommen drauf …)
  • Wie viel Kontrolle üben Sie aus? Und was steckt dahinter? Ein Ego-Problem? Seien Sie ehrlich: Wieviel Kontrolle braucht Ihr persönliches System wirklich? An welcher Stelle sollten Sie sich zurücknehmen, um *es* entstehen zu lassen? (Und braucht Ihr System wirklich viel Kontrolle, fragen Sie sich, warum das so ist. Haben Sie die falschen Menschen im Team? Was sagt das über Sie aus? Sie wissen ja: Erstklassige Chefs suchen sich erstklassige Mitarbeiter, zweitklassige suchen sich drittklassige …)

Sie werden sehen, bald heißt es: „Hallo, Wachstum!“

 

Herzliche Schweinehundegrüße

Ihr

Dr. Stefan Frädrich

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