So kriegen Sie Ihre Dinge geregelt

Liebe Schweinehundefreunde,

sicher ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass viele Menschen viele gute Ideen, Pläne, Absichten haben – und diese nicht in die Tat umsetzen. Motto: „Wir wissen, was wir tun sollten, tun aber nicht, was wir wissen.“ Die Frage ist: Warum? Als professioneller Motivationsfuzzie interessiert mich dieses Phänomen natürlich sehr.

Leider bin ich in den letzten Jahren immer wieder über eine ziemlich simple und ernüchternde Antwort gestolpert: Die meisten Menschen leiden weder an Blödheit, noch Charakterschwäche oder Motivationslosigkeit. Im Gegenteil: Ich glaube fest an menschliche Intelligenz, individuelle Stärken und einen tiefen inneren Antrieb, der zwar mitunter versteckt wird, aber immer da ist.

Nein, vielmehr sind es (Vorsicht, Unwort!) fehlende „Managementfähigkeiten“, die uns im Leben behindern. Anders ausgedrückt: Wer nicht gebacken bekommt, was er sich vornimmt, kann sich meist nicht gut genug organisieren und seine Handlungen steuern. Er/sie scheitert, weil sie/er es einfach nicht die „Programme“ drauf hat bzw. Selbststeuerungs-„Werkzeuge“ kennt und anwendet, die Erfolgreichen ein erfolgreiches Leben ermöglichen. Denn Erfolgreiche sind nicht notwendigerweise schlauer. Sie setzen ihre Pläne einfach besser in die Tat um, schaffen so Ergebnisse – und widmen sich dann wieder dem nächsten Projekt. Schritt für Schritt, im Prinzip ganz einfach.

Wie das geht?

Hier fünf Prinzipien für besseres Selbstmanagement:

1.) Einen wichtigen Grund haben

Unser stärkster Antrieb im Leben ist ein wichtiger Grund. Warum wollen Sie eine Idee verwirklichen (oder nicht)? Was steckt wirklich dahinter? Denn mit den richtigen Motiven geht alles leichter. Wollen Sie abnehmen, um für den Urlaub fünf Kilo zu verlieren? Oder um sich dauerhaft gesund und fit zu fühlen und mindestens 100 zu werden? Im ersten Fall werden Sie die fünf Kilo vielleicht schaffen – aber eben nur für die Dauer des Urlaubs. Im zweiten hingegen stellen Sie Ihre Ernährung wirklich um, müssen sich dabei weit weniger überwinden und werden Ihr neues Gewicht viel leichter halten. Sie schaffen, was Sie wollen, weil Sie wissen, warum.

Also: Warum wollen Sie eine Idee verwirklichen (oder nicht)? Sich besser mit Ihrem Partner verstehen (oder nicht)? Den Job wechseln (oder nicht)? Sport machen (oder nicht)? Sind Ihre Gründe wichtig genug? Manchmal erscheint es nämlich besser, den Status-Quo beizubehalten …

2.) Die Richtung muss stimmen

Planen Sie Ihr Vorhaben – aber nicht zu viel! Viel wichtiger als ein perfekter Plan ist nämlich, überhaupt ins Handeln zu kommen – und sich dann kontinuierlich nach vorne zu wurschteln. Die Realität zeigt: Viele Pläne erweisen sich bereits nach kurzer Zeit als überholt. Wer hingegen seine Richtung kennt, kann im Alltag flexibel reagieren, ständig dazulernen – und kommt irgendwann an, wo er (ungefähr) hinwollte. Also: Besser nur zu 80 Prozent richtig machen, als zu 100 gar nicht.

Viel wichtiger als genaue Ziele ist also die grobe Richtung, in die wir uns bewegen. Oder eben nicht bewegen, weil wir meinen, uns noch nicht gut genug vorbereitet zu haben und versuchen, jede Eventualität vorwegzunehmen, was, wie wir eigentlich wissen, eine unrealistische Vorstellung ist. Paralyse durch Analyse nennt man das. Wer hingegen „nur“ eine Richtung verfolgt, bewegt sich bereits und gleicht seine Annahmen mit der Realität ab.

Wie heißt es so schön? „Während die Schlauen noch beraten, stürmen die Dummen schon die Burg.“

3.) Einfach anfangen!

Womit mir beim nächsten Punkt wären: der Handlung selbst. Viele neigen ja dazu, sich erst dann zu bewegen, wenn sie müssen. Doch oft ist es dann leider schon (zu) spät: Das Business ist pleite, der Herzinfarkt echt mies und die Partnerin auf der Flucht. Dabei wollten wir längst umstrukturieren, gesünder leben und unsere Beziehung pflegen. Eigentlich …

Menschen, die sich selbst gut organisieren können, fangen manche Dinge einfach an, bevor sie dringend werden. Sie wissen genau, was zu tun ist – und geben sich dazu selbst den Startschuß. Sie wissen nämlich auch: Ist man einmal in Schwung gekommen, bleibt man in Schwung. Also wäre es falsch, erst auf die „große Motivation“ zu warten, bevor man seinen Arsch hochkriegt. Denn wer sich erst bewegt, ist dazu auch bald sehr motiviert.

Ein weises Sprichwort sagt: „Man muss den Brunnen graben, bevor man Durst hat.“ Also Prost!

4.) Wichtiges tun, Unwichtiges bleiben lassen

Was unterscheidet den „durchschnittlichen“ Lebens-Performer noch von den erfolgreichen Überfliegern? Er neigt dazu, die Dinge schön brav hintereinander zu erledigen. Motto: „Immer mit der Ruhe, eines nach dem anderen.“ Nun, dagegen ist nichts zu sagen – so lange es die richtigen Dinge sind, die erledigt werden …

Der erfolgreiche Selbstmanager fragt sich nämlich ständig zwei Fragen: „Was sollte ich jetzt Wichtiges tun?“ Und: „Was sollte ich Unwichtiges bleiben lassen?“ Er tut also nicht einfach reflexhaft, was gerade ansteht oder andere von ihm wollen, sondern er priorisiert akiv! Er fragt sich: „Welche Handlung bringt mich vorwärts? Und welche lenkt mich nur vom Weg ab?“ Dadurch hält er das Steuer seines Lebens selbst in der Hand – ziemlich unabhängig von äußeren Vorgaben und Erwartungen. Schlau: Schließlich weiß er, dass er vorwiegend selbst dafür verantwortlich ist, ob er seine Ziele erreicht, oder nicht. Also wozu sich mit Kleinkram aufhalten?

5.) Lernen, lernen, lernen

Und last but not least: Der erfolgreiche Selbstmanager denkt mit und lernt ständig dazu. Für ihn steckt das Leben voller Feedback und Lernmöglichkeiten. Er sucht die Lehren aus seinen Erfahrungen, die Türen, die sich ihm öffnen, die Landkarten, Tipps und Kniffe, die ihn noch erfolgreicher machen.

ACHTUNG, WICHTIGER HINWEIS: Wenn Sie besonders viele dieser Landkarten, Tipps und Kniffe kennenlernen wollen, sollten Sie unbedingt einige Zeit auf www.GEDANKENtanken.com verbringen und hemmungslos Wissen aufsaugen!

Sprich: Erfolgreiche Menschen sind nie am Ziel angekommen, sie betrachten das Leben selbst als eigentliches Ziel. Sie wissen: Es geht immer weiter. Also läuft man besser mit dem Leben mit, statt zu versuchen, es anzuhalten oder zu konservieren. Wer auf seiner Reise offen bleibt, bewusst lebt, lernt, sich verbessert, und dann erneut lernt und sich weiter verbessert, der kann gar nicht anders, als immer wieder unzusetzen, was er sich vorgenommen hat. Er/sie hat ein Programm im Kopf, welches das eigene Leben voranbringt und nonstop Ergebnisse produziert.

Simpel gesagt stellt sich der chronisch erfolgreiche Umsetzer jeden Tag seines Lebens eine ganz bestimmte Frage: „Was mache ich heute ein bißchen besser als gestern?“ Unglaublich, was alle geht, wenn man das ein paar Jahre durchzieht, oder?

Na? Wie sieht es mit Ihnen aus? Noch Möglichkeiten zur persönlichen Potenzialsteigerung entdeckt? Es wäre mir eine Freude und Ehre, dabei ein wenig als Katalysator gewirkt zu haben.

Haben Sie einen schönen Sommerausklang!

Ihr

Stefan Frädrich

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