Das pralle Leben leben

Liebe Schweinehundefreunde,

es ist so viel passiert: Meine letzten zweieinhalb Monate waren einfach der HAMMER!

Mein Sohn Juri …

Im Oktober bin ich Vater geworden – und unser Sohnemann Juri ist mit Abstand das grandioseste Stück Mensch, das ich mir vorstellen kann (neben seiner Mama natürlich)! Er lacht, feixt, flirtet, motzt, schläft, kuschelt, isst, zappelt und strampelt, gibt coole Laute von sich – und hat das Leben von Mama und Papa mal kurz so richtig umgekrempelt. Sie wissen oder können sich vorstellen, was ich meine. Und wir sind unendlich dankbar, diese wundervolle Zeit zu erleben – es ist unbeschreiblich einzigartig, zuckersüß, intensiv und voller Liebe!

… und die Dinge „nebenbei“

Nun, obwohl der neue Kleine „eigentlich“ schon eine ganze Menge an News darstellt, sind „nebenbei“ auch noch andere Dinge passiert: So habe ich in den letzten zweieinhalb Monaten 16 Seminare und Vorträge in 14 Städten gehalten, war in fünf Fernsehshows zu Gast, habe mein neues Buch fertig gemacht, ein Hörbuch aufgenommen, war an der Gestaltung eines spannenden Mega-Geschäftsplans beteiligt, habe zwei Wohnungen gekauft, ein neues Büro samt Seminarraum angemietet und – weil ich mein Daily Business nun doch nicht mehr alleine geregelt kriege – einen neuen Mitarbeiter eingestellt, der mich vom ersten Tag an riesig unterstützt hat (Danke, Aki! Du bist für die nächsten Jahrzehnte fest eingeplant!).

Und was war noch? Ich bin vom vom renommierten Magazin TRAiNiNG zum Trainer des Jahres 2011 gewählt worden! Und von 5 Sterne Redner habe ich den Best Brand Award 2011 erhalten. Danke! Wahnsinn! Ach ja: Und es war Weihnachten inklusive zweier schöner Familienbesuche in Süddeutschland. Und Silvester hier in Köln – samt grandioser Dachterrassen-Party mit den anderen Baby-Eltern hier im Haus (lustig, wenn alle beim Böllern ihr Ohr ans Babyphone drücken …). Und ich habe mein erstes Fußballturnier seit etwa zwanzig Jahren gespielt! Ja, genau: SELBST mitgespielt – im Tor, meiner absoluten Lieblingsposition. (Danke, „Lokomotive Höninger“! Ihr seid die coolste Freizeitmannschaft überhaupt!) Auch meine ersten beiden Freundschaftsspiele seit fast zwei Jahrzehnten (Danke, „Titty Twister“! Die nächsten Matches gewinnen wir …) fielen in die letzten zweieinhalb Monate. (Dass ich mir vorgestern abend beim Kicken das Sprunggelenk verdreht und irgendwelche Bänder angerissen habe – geschenkt! Shit happens, ich komme wieder.)

Hm, das Gedöns rund um laufende Bürotätigkeit, wesentliche Einrichtungs- und Baumaßnahmen samt Technikkram, Mailing-Kampagnen, Medieninterviews, die Geschäftsplanung für 2012 et cetera erspare ich Ihnen jetzt. Es gibt viel zu tun – Sie kennen das.

Die Welle reiten, nicht vor ihr fliehen

Ja, es war wieder ganz schön was los zuletzt … Aber: Was mich bei all dem wirklich amüsiert, ist die relative Leichtigkeit, mit der alles abläuft. Noch vor ein paar Jahren als Arzt in der Psychiatrie wäre ich bei solch einer Schilderung stutzig geworden: „Hat da jemand eine manische Phase und braucht Medikamente zum Runterkommen?“ Nein, zum Teufel! Mir geht es hervorragend, und zwar wirklich: Ich fühle mich (trotz all der Action) ausgeglichen, schlafe gut (trotz Juri), wäge meine Handlungen angemessen sorgfältig ab, bringe mich nicht in Schwierigkeiten, achte sogar bewusst auf Pausen, Zeit mit meiner Frau, Zeit zum Faulenzen, Sport und gehe mit dem Hund spazieren. Auch in ein Burnout schlittere ich nicht hinein, keine Sorge.

Denn: Macht es Spaß, so viel zu tun? Ehrliche Antwort: nicht immer.

Und ist das alles nicht ziemlich anstrengend? Ja, aber hallo! Natürlich ist es das hin und wieder.

Aber: Ist es befriedigend, so zu leben? Traraaaa, Trommelwirbel: Klar! UND WIE es das ist !!! Denn genau darum geht es doch: Ich lebe ein prallvolles Leben, das mich zutiefst befriedigt, ein Leben, das in den letzten Monaten zwar extravoll war – aber eben auch extra befriedigend!

Ich bin überzeugt: Wenn die Welle kommt und in die richtige Richtung unterwegs ist, darf man sich nicht wegducken, sondern muss sie reiten!

Überforderung ist keine Frage der Intensität

Sie kennen ja meine Ansicht, dass die Angst vor Überanstrengung eine unserer drei Urängste ist, die häufig ins neurotische Gegenteil zurückschwingt: Wir scheuen uns schnell vor kleineren Anstrengungen und Unpässlichkeiten, weil wir oft insgeheim den Anspruch haben, uns möge im Leben alles leicht fallen. Die Extra-Meile gehen? Etwas mehr als die Minimal-Anstrengung aufbringen? Unzumutbar! Und dann wundern wir uns, warum es nicht wirklich vorangeht. Oder warum wir so vieles als mühsam empfinden.

Kein Wunder! Wer seinen Alltag als mühsam empfindet, steckt meist in einer von drei Fallen drin:

1.) Die Weichei-Falle: Trainieren Sie mehr!

Wer gewohnt ist, Anstrengungen aus dem Weg zu gehen, hat oft schlicht einen so jämmerlichen Trainingszustand, dass er selbst minimale Extra-Anstrengungen für heftig hält.

Die Lösung hier: Training! Denn nur wenn Sie immer wieder an Ihre Grenzen gehen, können Sie sie so verschieben, dass Sie sich an höhere Leistung anpassen – und Ihnen die Dinge letztlich leichter fallen.

2.) Die Irrelevanz-Falle: Tun Sie, was wirklich wichtig ist!

Wer seinen Alltag als mühsam empfindet, tut oft Dinge, die er selbst für nicht wichtig genug hält, um dafür Energie aufzuwenden. Warum sich auch mit Kleinkram beschäftigen? Gemein dabei: Wer sich zu lange und zu viel mit Kleinkram beschäftigt, empfindet ihn als besonders anstrengend – und hält sich daher leicht für zu doof, zu schwach oder zu schlecht für andere Aufgaben. Also: Sich mehr zutrauen? Auf keinen Fall!

Die Lösung daher: Tun Sie, was Ihnen wirklich wichtig ist – und lassen Sie den Kleinkram bleiben! Sägen Sie Holz, kein Sägemehl! Raus aus der Irrelevanz-Falle – Sie sind für Wichtigeres auf der Welt! Glauben Sie dass eine Mutter lieber TV-Zeitschriften liest, als ihr hungriges Baby zu füttern? Dass der Vorstandsvorsitzende lieber seinen Wagen saugt, als ein großes Geschäft abzuschließen? Kaum (oder nur extrem bescheuerte Mütter und Vorstände …). Es ist also die Relevanz, die rockt! Alles andere ist Zeitdiebstahl und Energieverschwendung.

3.) Die Richtungsfalle: Machen Sie sich klar, wohin es gehen soll!

Wer hingegen nicht weiß, was für ihn relevant ist, hat ein fettes Richtungsproblem: Für ihn ist alles gleich (un)wichtig. Doch wer keine eigene Richtung hat, für den entscheiden andere: die Umstände, der Partner, der Chef, die Kollegen. Himmel, klar ist das anstrengend! Man spielt so nicht selbst, sondern ist der Spielball – autsch.

Liegt etwas Anstrengendes hingegen ohnehin in der Richtung in die sich Ihr Leben entwickeln soll, fällt es viel leichter, sich darauf einzulassen – es gehört zum großen Plan dazu. So wie für mich eben mein Sohn, meine Frau, mein Sport, mein Hund, mein Beruf – mit all den Plänen und Zielen, die ich dafür habe. Wann die einzelnen Schritte kommen, ist dann eigentlich egal: Hauptsache, sie kommen.

Also: Bestimmen Sie immer wieder, in welche Richtung es gehen soll, damit Sie nicht die Wege anderer gehen (was anstrengend ist) sondern Ihre eigenen (was viel leichter fällt) – auch wenn diese mitunter verdammt anspruchsvoll sind, was Ihnen dann aber egal sein kann! Denn: Einfach kann jeder …

In diesem Sinne: Ich wünsche Ihnen ein prall gefülltes Wunschleben im neuen Jahr! Lassen Sie es 2012 (und nicht nur 2012) so richtig krachen!

Herzliche Schweinehundegrüße

Ihr

Stefan Frädrich

P.S.: Uups, fast hätte ich vergessen, darauf hinzuweisen …

Wieder offene Seminare in Köln!

Weil wir in unseren neuen Räumlichkeiten in Köln auch einen klasse Seminarraum (soll ich es „Seminarzentrum“ nennen?) haben und ich mal wieder so richtig Lust darauf habe, werde ich ab 2012 wieder offene Seminare in Köln anbieten!

Fiolgende vier Kölner Seminare stehen bislang fest:

PREVIEW: Hier übrigens ein einstündiges Kurzseminar „Die einfachste Diät der Welt“ auf Youtube, das Sie gerne weiter verbreiten dürfen: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=m8IjMMIPFAI

 

3 Kommentare
  1. Alexandra Aldinger says:

    Soooooo wahr und schön …. Einfach machen! Das macht den Unterschied…. Ist das eine schöne Aussage „auf der Welle reiten, nicht ducken oder weglaufen“ …. super toll! Die werde ich (und das ist bestimmt o.k.) ganz sicher in meinen Coachings/Trainings zitieren.

    …. und wenn das Ziel klar ist, macht jede Anstrengung Spaß, gibt Motivation für die nächsten weiteren Schritte …. Ich bin ein „Glückskind“ mit soviel Stolz für meinen Sohn, mit einem gigantisch tollen Partner, tollen Freunden, großen Zielen und soviel tollem Feedback ….. und ich bin riesig glücklich, dass ich Trainings mit Kindern machen darf und es ist sooooo toll zu sehen, wie schnell das Strahlen ins Gesicht zieht und auf einmal alles leicht wird …. (und das auch bei den Eltern sichtbar wird und nur gut tut!).

    Das hört sich nach so einem genial tollen Start ins Neue Jahr an ….. so toll – ich wünsche weiterhin sooooooo viel Wahrnehmung für die vielen tollen Ereignisse, Erlebnisse ….. soooooo viel Power und vor allem soooooo viel Spaß und geniale Ideen.

    Viele geniale(ico) Grüße
    Alexandra Aldinger

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  2. Nathanael says:

    Viel getan – viel erlebt – viel bewegt. Ich wünsche Dir von Herzen, dass die Welle Dich weiterhin in die richtige Richtung treibt, davon bin ich jedoch überzeugt. Schön Deinen Werdegang begleiten, beobachten und dabei sein zu können. 🙂

    Alles Liebe,
    Nathanael

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  3. Kerstin Hanusch says:

    Erstmal nachträglich: Gaaaanz herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Sohnes!

    Ich dachte ja bisher meine Tochter ist das grandioseste Wesen, aber jetzt, wo dein Sohn da ist……. 😉

    Ich wünsche dir weiterhin viel Energie, Kraft und Motivation für deine Arbeit und das nicht ohne Eigennutz. Ich habe schon viel von dir profitiert! Jaja, *schleim* – ist aber wahr

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